... und los gehts!
   
 
  Brot und Salz
Brot und Salz
Zum Einzug ins neue Heim die besten Wünsche!
  
Feiern wie die alten Römer - Schutz gegen Hexen, Drachen und Dämonen
Wer weiss schon noch, dass es ein alter Brauch ist, Nachbarn zum Einzug in eine neue Wohnung Brot und Salz als Wunsch für eine gute Zukunft und Wohlergehen zu schenken? Brot und Salz symbolisierten seinerzeit Wohlstand und Sesshaftigkeit.
Salz war zu Zeiten der Römer so wertvoll, dass man es sogar gegen - für uns heute wertvolle - Diamanten und Juwelen eintauschte. Es wurde auch das „weiße Gold“ genannt und neben dem Pfeffer auch mit Gold aufgewogen.
Brot stillte den Hunger.
Mit dem Schenken von Brot und Salz wünscht man den Beschenkten also, dass sie in Zukunft nie mehr Hunger leiden müssen und Wohlstand haben sollen.
Brauchtum in vielen Ländern ist auch, dass sich ein frischvermähltes Brautpaar als Zeichen der Verbundenheit in guten wie in schlechten Zeiten ein Brot mit Salz teilt. Als zum ersten Mal überhaupt eine britische Monarchin ein Botschaftsgebäude ihres Landes einweihte, überreichte man Queen Elizabeth II in Berlin ebenfalls Brot und Salz.
In Russland wird Besuchern als Zeichen der Freundschaft Brot und Tee angeboten. Brot und Salz sind seit alters her bei allen Völkern, besonders bei den Germanen und Russen, als konservierende und kraftspendende Stoffe verehrt worden und dienten als sicherstes Abwehrmittel gegen alles Böse. Sobald der Mensch feststellte, dass diese Nahrungsmittel die Gesundheit erhalten und fördern, hat er ihnen apotropäische (griech. "abwehrend") Kräfte zugeschrieben und eine Vielzahl von Bräuchen entwickelt. Die germanischen Volksstämme sahen in Brot und Salz kostbare Geschenke der Natur und maßen ihnen in ihrem Kultleben einen großen Raum zu. Die kraftspendende Wirkung und Abwehr des Bösen sind dabei nicht voneinander zu trennen.
Es gab Zeiten, in denen das Fluchen in Gegenwart von Brot streng verpönt war: Fiel es aus Versehen zu Boden, küsste man es und bat in Gedanken für diese Entweihung um Verzeihung. An Stelle des Brotes tritt bei den Reis pflanzenden und verzehrenden Völkern der Reis. Brot und Salz schützen vor Drachen und Hexen. Die Hexe ist somit Feindin des Brotes und hat keine Macht darüber, besonders wenn es mit dem Kreuz gezeichnet ist. Nach einer Barnimer Sage bannt Salz die Hexen ebenso sicher wie Brot und nach einem Grimmschen Märchen hat auch der Teufel über das Brot keine Macht. Im Volksglauben hat die größte Kraft das Böse zu bannen das sogenannte Hausbrot (Grau-Schwarzbrot) und davon schreibt man wiederum der Rinde die größte Wirkung zu. Noch heute gilt das Brot im Bauernhof als das Sinnbild der Familie und Ehe und als die "Seele des Hauses".
Dass Brot und Salz Kraft spenden und das Böse bannen sollen, ist durch viele Bräuche belegt. So streut oder legt man es überall dorthin, wo der Teufel oder seine Bundesgenossen Einfluss nehmen könnten. Im Stall hängt man Brot und Salz gegen Hexen auf. Man bietet es dem Gast an, bringt es selbst zum Besuch mit oder steckt es der Braut in die Schuhe. Salz und Brot im neu gebauten Haus oder beim Einzug in eine neue Wohnung sollen die künftigen Bewohner vor Mangel an Lebensmitteln bewahren.
Brot, welches zu bestimmten Festtagen in Gestalt von Tieren gebacken wird, erinnert an die Tradition der Opfergabe von Brot - als Ersatz für ein Tieropfer. Dass der christliche Glaube und Aberglaube zum Teil uraltes Gut überlagert haben, zeigt sich in der Tradition, dem Täufling Brot und Salz vor der Taufe und auch sonst in die Windel zu geben, um es vor Dämonen zu schützen. Aber nicht nur zu Beginn des Lebens, sondern auch über den Tod hinaus wird Brot und Salz Wunderkraft zugesprochen. So legt man mancherorts auch heute noch den Toten Salz bei der Beerdigung bei.
 
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Music was my first love - and it will be my last - und gleichwertig mein Märchenprinzen, mit dem das alles noch mehr Spaß macht! Vielleicht hören wir uns ja mal ;-) (c) Petra Horn - letzte Aktualisierung 18.07.2016